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By Dr. Med. Berthold Mueller (auth.)

In einem Vorwort, das wohl bei jedem Buch als Nachwort geschrieben wird, pflegt guy die Notwendigkeit des Werkes zu begründen. Das ausführliche handbuchähnliche Lehrbuch der gerichtlichen Medizin, das von HoFMANN begründet, von HABERDA fortgeführt wurde und mitunter nicht ganz zu Unrecht als die "Bibel der Gerichtsmedizin" bezeichnet wird, hat seit 1927 Neuauflagen nicht mehr erlebt. In der ersten Zeit des zweiten Weltkrieges ist im Springer­ Verlag das von v. NEUREITER, PIETRUSKY und ScHÜTT herausgegebene Hand­ wörterbuch der gerichtlichen Medizin und Kriminalistik erschienen, das sich zur Aufgabe stellte, den damaligen Stand der Wissenschaft demjenigen Leser zugängig zu machen, der sich über Einzelheiten informieren wollte. Auch dieses Buch ist vergriffen. Die damals erschienene Auflage entspricht nicht mehr dem gegenwärtigen Stand der Forschung. Auch sagte vielleicht manchen die shape eines Handwörterbuches nicht zu. Jedes Wörterbuch muß von einer Vielzahl von Autoren geschrieben werden. Hierbei ist es unvermeidlich, daß die einzelnen Abschnitte verschieden gründlich ausfallen, und daß die Auf­ fassungen im einzelnen manchmal nicht übereinstimmen. In der letzten Zeit des Krieges und nach dem Kriege sind erschienen: Das Lehrbuch der gerichtlichen Medizin von PIETRUSKY, der Leitfaden der gericht­ lichen Medizin von W ALCHER, die gerichtsärztliche Diagnostik und Technik von MERKEL und W ALCHER, das von PoNSOLD herausgegebene Lehrbuch der gerichtlichen Medizin, an dem gleichfalls eine Vielzahl von Wissenschaftlern mitgearbeitet hat, -. ,md schließlich das auf Schweizer Verhältnisse zugeschnittene Lehrbuch von DETTLING, ScHÖNBERG und ScHWARZ.

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711. Berlin u. Leipzig 1936. - HELLWIG: Psychologie und Vernehmungstechnik bei Tatbestandsermittlungen. Berlin 1943. - HoEPLER: Tatbestandsfeststellung. In Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. II, S. 764. Berlin u. Leipzig 1936. JuNG: Die psychologische Diagnose des Tatbestandes. Zürich u. Leipzig 1942. KARLMARK u. - KENYERES: Sachliche Beweise bei der Klärung von Todesfällen. Berlin u. Leipzig 1935. - Lokalaugenschein. In Handwörterbuch der gerichtlichen Medizin, S. 458. Berlin 1940. KJAERSGAARDS: Mschr.

Das häufig besprochene angebliche Wachsen der Haare und auch der Fingernägel nach dem Tode hängt gleichfalls wahrscheinlich nicht mit einer postmortalen Zellvermehrung, sondern mit einem Nachlassen des Turgors der Halshaut und der Haut der Fingerbeere zusammen (MERKEL). Daß die Haare nach dem Tode länger erscheinen können, ergibt sich aus wiederholten, von mir gemachten Erfahrungen; wenn ein frisch rasierter Mann morgens z. B. durch einen Verkehrsunfall ums Leben kommt, so erscheint er gleich nach der Einlieferung der Leiche gut rasiert; seziert man ihn am Tage darauf, so gewinnt man den Eindruck, als seien ihm in der Zwischenzeit Bartstoppeln gewachsen.

Der Staatsbürger ist nur verpflichtet, einem Richter Rede und Antwort zu stehen, jedoch nicht der Polizei. Es empfiehlt sich aber praktisch nicht, von diesem Recht Gebrauch zu machen, weil man die Ermittlungen erschweren und sich dadurch verdächtig machen würde. Ist bei einem Zeugen kurz vorher ein Kopftrauma vorangegangen und ist er danach gar ohnmächtig gewesen, so denke man an die Möglichkeit einer retroaktiven Amnesie (Näheres s. S. 335). Wird schon bei der ersten Abhörung von einem Verdächtigen ein Geständnis abgelegt, so ist es notwendig, sich dieses Geständnis in ausführlicher Vernehmung in ruhiger Form bestätigen zu lassen.

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