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By Jürgen W. Falter (auth.)

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Vor allem auf die "Vergleichende Regierungslehre", wie die Comparative Politics manchmal etwas miBverstandlich, da legalistisch und institutionalistisch vorbelastet, auf Deutsch genannt wird, wirkten sich die organisatorischen und programmatischen Vorarbeiten der Expositionsphase nachhaltig und tiefgreifend aus. Aus einer weitestgehend a'theoretischen Disziplin des Institutionenvergleichs wurde eine stark theoretisch orientierte Forschungsrichtung, wie die Studien James Colemans, Lucian W. Pyes und vor allem Gabriel Almonds und seiner Mitarbeiter zeigen.

Ir Grund1agenforschung hie1ten. Diese Verdriingung der angewandten durch die grund1agenorientierte Forschung schade sowoh1 der Politikwissenschaft als auch der Gesellschaft: der Politikwissenschaft, da sie sich damit vollig aus dem Beratungsgeschiift ausblende und so den unmittelbaren Kontakt mit der Welt der Politik verlore; der Gesellschaft, wei! indige. "Intelligente Vermutungen" seien immer noch besser als dumpfe Sprachlosigkeit; Politikwissenschaftler konnten selbst dann der Gesellschaft dienen, wenn sie nur einen Teil der zur Politikberatung notwendigen Kenntnisse besiiBen.

Bedeutsamer fUr die empirische Forschung jener Tage sei Robert A. Dahls bescheideneres, aber analytisch durchdringenderes BUchlein Uber "Modern Political Analysis" ( 1963) gewesen. Aus dieser Einschatzung wird die Kluft zwischen den Vertretern "groBer Theorie" und den Verfechtern vorgangig zu leistender konkreter empirischer Forschungsarbeiten deutlich. Sicher ist es zu frUh, den Stab Uber Eastons oder Deutschs EntwUrfe zu brechen, denn es ist durchaus vorstellbar, daB mit Fortschritten in der Operationalisierung und Messung politikwissenschaftlicher Kernkonzepte auch ihre SystementwUrfe, die ja in empirischer Absicht erfolgten, UberprUft und bestatigt werden konnen oder sich zumindest als heuristisch fruchtbar erweisen werden.

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